FFG Basisprogramm
FFG
Themenoffene Förderung für betriebliche Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit erkennbarem technischem Risiko und Innovationsgehalt.
bis zu € 500.000 · typisch 25–50 % der förderbaren Kosten, Zuschuss + günstiges Darlehen
Projekte mit Künstlicher Intelligenz sind in Österreich über mehrere Schienen förderbar – von der FFG-Forschungsförderung über die 14 % Forschungsprämie bis zu aws-Zuschüssen für technologieorientierte Gründungen.
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Unter KI-Förderung versteht man öffentliche Zuschüsse, geförderte Darlehen oder steuerliche Begünstigungen für Vorhaben, in denen Methoden der Künstlichen Intelligenz – etwa maschinelles Lernen, Sprach- und Bildverarbeitung oder datengetriebene Vorhersagemodelle – entwickelt oder erstmals produktiv eingesetzt werden. Es gibt in Österreich kein einzelnes „KI-Programm“: KI-Projekte werden über die bestehenden Forschungs-, Innovations- und Digitalisierungsschienen gefördert, je nachdem, ob die technische Neuheit, der Innovationsgehalt oder die betriebliche Umsetzung im Vordergrund steht.
Förderfähig sind Unternehmen jeder Größe – vom KI-Startup über etablierte KMU bis zu Großunternehmen mit eigener Entwicklungsabteilung. Besonders relevant ist die KI-Förderung für Software- und Technologieunternehmen, die eigene Modelle entwickeln, sowie für Betriebe, die KI in bestehende Produkte oder Prozesse integrieren. Entscheidend ist weniger die Branche als das technische Risiko und der Neuheitsgrad: Je klarer ein Projekt über zugekaufte Standardlösungen hinausgeht, desto höher die Förderchancen.
Für KI-Vorhaben kommen vor allem drei Förderarten infrage: themenoffene Projektförderungen mit Zuschuss (und teils Darlehen) für Forschung und Entwicklung, niederschwellige Kleinprojektförderungen für kompakte Entwicklungsvorhaben sowie die steuerliche Forschungsprämie, die 14 % der F&E-Aufwendungen rückerstattet. Für frühe, technologieorientierte Gründungen kommen zusätzlich Frühphasen-Zuschüsse infrage.
Zentrale Anlaufstelle für KI-Forschungsprojekte ist die FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft), die auch die Forschungsprämie begutachtet. Für technologieorientierte Gründungen und Wachstumsfinanzierung ist die aws (Austria Wirtschaftsservice) maßgeblich. Hinzu kommen regionale Stellen wie die Wirtschaftsagentur Wien für Projekte mit entsprechendem Standort.
Die Förderhöhe für KI-Projekte richtet sich nach Programm und Unternehmensgröße. Neben Personalkosten für Entwicklung und Training sind häufig auch projektbezogene Rechen- und Cloud-Kosten sowie Aufwände für die Datenaufbereitung förderbar – sofern sie dem F&E-Vorhaben klar zurechenbar sind. In vielen Fällen lässt sich eine Projektförderung mit der Forschungsprämie kombinieren, sodass ein Teil der Aufwendungen zusätzlich steuerlich rückerstattet wird; dieselben Kosten dürfen dabei nicht doppelt gefördert werden. Entscheidend bleibt die Abgrenzung der eigenen KI-Entwicklung von der reinen Anwendung fertiger Modelle: Je klarer der eigene technische Beitrag – etwa eigenes Training, neue Architekturen oder eine neuartige Anwendungslogik – dokumentiert ist, desto belastbarer fällt die Förderung aus.
| Programm | Förderstelle | Zielgruppe | Förderhöhe |
|---|---|---|---|
| FFG Basisprogramm | FFG | Startup, KMU, Wachstum und Kleinstunternehmen | bis zu € 500.000 · typisch 25–50 % der förderbaren Kosten, Zuschuss + günstiges Darlehen |
| FFG Kleinprojekt | FFG | Gründung, Startup, KMU und Einzelperson | bis zu € 75.000 · bis zu 80 % der Kosten bei kleinen F&E-Projekten |
| FFG Forschungsprämie (14 %) | BMF / FFG | Startup, KMU, Wachstum und Einzelperson | 14 % der F&E-Aufwendungen als steuerliche Prämie |
| aws Preseed – Innovative Solutions | aws | Idee, Gründung, Einzelperson und Kleinstunternehmen | bis zu € 89.000 · Zuschuss bis zu 89.000 € in der frühen Phase |
| aws Seedfinancing | aws | Gründung, Startup, Kleinstunternehmen und KMU | bis zu € 800.000 · Zuschuss bis zu 800.000 € für technologieorientierte Startups |
| Wirtschaftsagentur Wien – Innovation | Wirtschaftsagentur Wien | Startup, KMU, Wachstum und Kleinstunternehmen | bis zu € 200.000 · Zuschuss je nach Calls, häufig bis zu 200.000 € |
FFG
Themenoffene Förderung für betriebliche Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit erkennbarem technischem Risiko und Innovationsgehalt.
bis zu € 500.000 · typisch 25–50 % der förderbaren Kosten, Zuschuss + günstiges Darlehen
FFG
Niederschwelliger Einstieg in die FFG-Forschungsförderung für kompakte F&E-Vorhaben mit überschaubarem Budget.
bis zu € 75.000 · bis zu 80 % der Kosten bei kleinen F&E-Projekten
BMF / FFG
Steuerliche Förderung: 14 % der Aufwendungen für Forschung und experimentelle Entwicklung werden über FinanzOnline rückerstattet.
14 % der F&E-Aufwendungen als steuerliche Prämie
aws
Frühphasen-Zuschuss für innovative, technologieorientierte Gründungsvorhaben vor der Marktreife.
bis zu € 89.000 · Zuschuss bis zu 89.000 € in der frühen Phase
aws
Förderung für technologieorientierte Startups beim Aufbau und der Markteinführung ihres innovativen Produkts.
bis zu € 800.000 · Zuschuss bis zu 800.000 € für technologieorientierte Startups
Wirtschaftsagentur Wien
Regionale Förderung für innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte von Unternehmen mit Standort in Wien.
bis zu € 200.000 · Zuschuss je nach Calls, häufig bis zu 200.000 €
Mehr zu den relevanten Förderstellen und ihrem gesamten Programmangebot:
Gefördert werden vor allem KI-Projekte mit erkennbarer technischer Neuheit – etwa die Entwicklung eigener Machine-Learning-Modelle, neuartiger Algorithmen oder die erstmalige produktive Integration von KI in Produkte und Prozesse. Reine Anwendung fertiger KI-Standardsoftware ohne Entwicklungsanteil ist in der Forschungsförderung dagegen kaum förderfähig.
Ja. KMU und Startups sind eine zentrale Zielgruppe: Kleinprojektförderungen und Frühphasen-Zuschüsse sind gezielt niederschwellig gestaltet, und KMU erhalten bei FFG-Projektförderungen meist höhere Förderquoten als Großunternehmen. Auch die Forschungsprämie steht Unternehmen jeder Größe offen.
Die Höhe hängt vom Programm ab: Bei FFG-Projektförderungen liegt die Quote je nach Antragsteller typischerweise zwischen rund 25 % und 80 % der förderbaren Kosten, Kleinprojekte sind gedeckelt. Die Forschungsprämie beträgt einheitlich 14 % der F&E-Aufwendungen, Frühphasen-Zuschüsse reichen je nach Programm bis in den sechsstelligen Bereich.
Die reine Nutzung fertiger KI-Dienste ist in der Forschungsförderung in der Regel nicht förderfähig, weil das technische Risiko fehlt. Geht die Integration jedoch mit erheblicher Eigenentwicklung einher – etwa eigenes Training, neue Schnittstellen oder eine neuartige Anwendungslogik – kann das Gesamtvorhaben förderfähig sein.
Im Kern braucht es ein nachvollziehbares technisches Risiko bzw. einen Innovationssprung gegenüber dem Stand der Technik, eine saubere Abgrenzung von Routineentwicklung sowie einen strukturierten Arbeits- und Kostenplan. Der Antrag sollte zudem vor Projektbeginn gestellt werden.